Die Frage: Wie macht man Musik in einer Welt, in der sogar Kunst bloß eine Ware ist? Die Antwort von Kontrolle: Wütend sein und sich so wenig wie möglich vermarkten (lassen).
Lange war es ruhig um die dreiköpfige Band AOP aus Bad Wimpfen. Nun erscheint nach etwa zehn Jahren mit „Von wegen Punkrock“ das dritte Studioalbum der Band um zu beweisen, dass guter und lang gereifter Wein nicht teuer sein muss. Sprichwörtlich versteht sich.
Die Erwartungen an Black Midi und „Cavalcade“ dürften groß gewesen sein, wurden sie doch 2019 mit ihrem Erstlingswerk „Schlagenheim“ von vielen als die Retter des Rocks angesehen. Kann man so einer Erwartung überhaupt gerecht werden?
Es ist keine vier Monate her, dass mit „L.W.“ das letzte Album von King Gizzard & The Lizard Wizard erschien. Doch es ist genauso unglaublich wie es wahr ist: Mit „Butterfly 3000“ präsentiert die Band nun Studioalbum Nummer 18. In neun Jahren Bandgeschichte.
"Ich wollte dieses Album nicht schreiben" sagt William Fitzsimmons - doch wie großartig, dass er es doch getan hat. So unerforscht wie der Weltraum ist manche persönliche emotionale Welt, doch mit diesem Album traut man sich vielleicht, etwas mehr einzutauchen - in eine wunderschöne Klanglandschaft und die Tiefe des Selbst.
Rise Against haben mit einem Widerspruch zu kämpfen, der schon so viele zunehmend erfolgreiche Künstler aus dem progressiven Milieu ereilt hat: Sie rebellieren gegen ein System, in dem sie selbst unweigerlicher Bestandteil sind. Auf professionelle Art und Weise erscheinen sie dennoch authentisch und schaffen es folgerichtig auch auf „Nowhere Generation“, die großen Wunden unserer Zeit zu sezieren.
Johnny Cash, Trendsetter. Heute maximal ein Grund zum Schmunzeln, Ende der 60er aber Realität. Nicht nur, dass seine Musik ein Garant für Verkäufe und Preise war, er brachte 1968 auch ein legendäres Live-Album heraus, welches die Grundlage bot für eins der größten Live-Alben aller Zeiten.
Wie viele Jahre treibt Jan Delay schon sein Unwesen auf dem deutschsprachigen Musikmarkt, wie viele stilistische Wandlungen hat er bereits vollzogen und wie groß wird wohl die Zahl derer sein, die ihn seit jeher belächeln oder auf seine Stimmfarbe reduzieren? Tiefgreifende Fragen, die auf „Earth, Wind & Feiern“ nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Die britische Alternative-Rockband um Sängerin Ellie Roswell liefert mit “Blue Weekend” das heiß ersehnte Follow-up zum Überfliegeralbum “Visions Of A Life”. Eine Platte voller Tumult, Verletzlichkeit und Emotion.