Mit dem Herz am rechten Fleck, einen Fuß im Rinnstein und dem anderen auf dem Gehweg kommen Great Escapes mit ihrer neuen EP dem umtriebenen Hörer auf halber Strecke Richtung Veränderung entgegen und laden herzlichst zum Mitsingen und -leiden ein.
Der Begriff „female fronted“ ist beinahe so nichtssagend wie abwertend, reduziert er doch Bands allein auf das Geschlecht der Sängerin und lässt Genre und Fähigkeit außen vor. The Anchor nutzen es dennoch in ihrer Bandbeschreibung, da es leider immer noch etwas Besonderes ist, wenn eine Frau im Metalcore die Stimme erhebt.
Im männerdominierten Genre war das geradezu überfällig: Liebe Frau Gesangsverein präsentieren ihr vielversprechendes Debüt und spielen druckvollen Punkrock mit Frauenstimme.
Es gibt viele gute Bands, die ihren Stil dankenswerterweise nicht nur auf eine Schiene beschränken. Das Debüt von Moaning ist allerdings so dermaßen schizophren, dass das Wort „Ambivalenz“ mit ihm eine neue Definition benötigt.
Wenn die sonntägliche Formel 1 wegen Smog abgesagt wird, trifft Straßenmusikerduo auf Streicherduett, um die Welt mal kurz zu entschleunigen oder ihr den Zeitpoltergeist auszutreiben.
Radikal geräuschreicher Elementeintopf, der schmeckt wie Hühnchen. Wieso Criminal Bodys Dolch in den Rücken des Genrebegriffs dennoch funktioniert? Wer zwischen allen Stühlen sitzt, kommt nicht zur Ruhe und Unruhe ist so etwas wie ein Intergenerationsgefühl.
“Anywhere Loud” muss sich, wie jedes andere Live-Album, der Frage nach der eigenen Daseinsberechtigung stellen. Auf jedes “Alive” kommen schließlich dutzende Veröffentlichungen, die eher nach schneller Geldmacherei als nach authentischer Live-Darbietung klingen.
Wer nach der überaus langen Headline noch gedanklich an Bord ist, sollte sich nicht mit einer ausschweifenden Einleitung auseinandersetzen müssen. Ein Direkteinstieg (der sich lohnt!).
Das Trio aus Nürnberg veröffentlicht fünf deutschsprachige Songs auf ihrer selbstbetitelten Debüt-EP „Betamensch“ und setzt dabei auf einen schnörkellosen Sound.
Das vierte Album von Pianos Become The Teeth steht ganz im Zeichen der Selbstfindung nach dem Band-eigenen Meisterstück. Die Lösungen der Kalifornier sind noch nicht endgültig, lassen aber hoffen.