Kopfecho aus Düsseldorf sind bereits seit dem Jahr 2012 als Band aktiv. Vor zwei Jahren ergaben sich personelle Änderungen und nun, etwa vier Jahre nach dem letzten Album "Etwas bleibt" und mit frischem Wind an Gitarre und Schlagzeug, erscheint mit "Zusammen Allein" das dritte Studioalbum der Band um Sängerin Amy.
Smile and Burn bieten auf "Seid ihr stolz auf mich?" gewohnt musikalisch fantastischen Indierock - aber auch die textliche Verarbeitung eines hochkomplexen und sehr aktuellen Themas.
Auch ein Hundeleben hat einen Sinn, sofern Leben überhaupt einen Sinn hat. Es sind also die großen und elementaren Fragen, denen Knarre aus Berlin auf ihrem zweiten Album "Hundeleben" nachgehen. Mit erstaunlichen Ergebnissen und herausragendem Stil.
Es mutet wie eine frühe K.I.Z-Zeile an, doch 2024 ist auch das möglich: K.I.Z sind eine Stimme der Vernunft. Auf ihrem neuen Album „Görlitzer Park“ klingen die drei Berliner wiedermal anders oder: „Wir sind radiotauglich, du Hurensohn!“
Es ist schön, dass die Toten Hosen seit jeher das Booklet ihrer Platten für ein kleines Vorwort an ihre Fans zweckentfremden (müssen dort Liedtexte abgedruckt werden? Eine philosophische Frage!). Schenkt man dem diesmaligen Vorwort Glauben, so war „Fiesta y Ruido“ als gefühlt zwanzigstes Live-Album nicht geplant. Eine spontane Fügung, eine Laune der Natur, wenn wir im Kosmos der Düsseldorfer bleiben, die sich ihre Sporen erst verdienen muss, gibt es doch gelungene Vorgängerwerke in großer Stückzahl.
Es kommt zusammen, was zusammenkommen musste. Saltatio Mortis haben ihr Profil mit Fantasy-/Gaming-Themenwelten innerhalb des Mittelalterrocks geschärft, sehr zum Wohlwollen der riesig erscheinenden Anzahl an Rollenspieler*innen und Freund*innen alternativer/fiktiver Wirklichkeiten.
Fünf Jahre des Wartens sind vorbei: Royal Republic veröffentlichen mit "LoveCop" ihr fünftes Studioalbum und kehren damit zu Odyssey Music Network zurück. Nach 25 Sekunden Intro eröffnet sich hier ein spannendes und etwas spezielles Album, das es sich näher anzuhören gilt.
Punk besticht zumeist durch seine simplen Strukturen im Songaufbau und starke Messages in den Lyrics. Das ganze basiert auf reiner Empirie des Rezensenten. Doch es lässt sich festhalten: Das Duo Schnaps brilliert auf diesem Gebiet und das Album „Alles Verdampft“ ist ein Füllhorn guter Beobachtungen, jeder Menge Witz und natürlich voller Haltung.
Twenty Øne Piløts entführen die Hörenden erneut in die Welt von „Clancy“, Dema und Trench und bringen damit ihre 2015 begonnene dystopische Reise zu einem musikalischen Abschluss. Das Duo greift dabei auf den vielfältigen Sound der vergangenen Alben zurück, verwebt sie mit der Geschichte Clancys. Dabei braucht das Album aber keine Story, denn es trägt seine Stärken in sich selbst.
Kamasi Washington ist Jäger und Sammler, immer auf der Suche nach neuen Sounds. Auch auf seinem neuesten Mammutprojekt zaubert der virtuose Saxophonist einen wilden Mix aus Einflüssen zusammen. Diese Mischwesen funktionieren dabei mal mehr und mal weniger gut.
Es sind definitiv mehr als die Chartplatzierungen in Deutschland, die die Erfolgskurve von Hot Water Music zeichnen. Doch fand sich "Light It Up" im Jahr 2017 noch auf Platz 41 wieder, schob sich "Feel The Void" vor zwei Jahren auf Platz 3 vor. Gute Vorzeichen also, dass auch "Vows" eine breite Masse von Menschen erreichen wird. Zurecht?
Philosophie ist immer mit Klischees verbunden. Das Klischee ist wohl das des Philosophiestudenten in Wollsocken in Sandalen, Nickelbrille und einer allwissenden Attitüde, die eben nur das ist. schubsen aber, stellen auf „Das Öffnen der Visiere“ die ganz großen Fragen, in regelrecht Aristotelesschem Ausmaß.