Mit dem Debütalbum von The Day kann nun endlich jeder musikalisch nachvollziehen, wie sich ein wunderschöner Sommer für chronisch melancholische Menschen anfühlt.
Auf Dauer kann sich die eigene Gefängniszelle zu einem klaustrophobischen Erlebnis entwickeln. Die (zumeist von außen) auferlegte Eingrenzung verhindert dabei jegliche Art des Fortschritts und der Entfaltung. Dem Bandnamen Oomph! haftet traditionell eine Erwartungshaltung an, die für das dreißigste Jahr nach Gründung keinen Quantensprung vermuten lässt. Die Erwartungen wollen schließlich erfüllt sein.
Es braucht für jeden Fortschritt einen Vorreiter. Sind River Becomes Ocean dem gewachsen und vor allem, ist „A Motion Paralysed“ das Paradestück, welches eine neue Genre-Richtung offenbart?
Grzegorz bastelt auf „33“ ein abwechslungsreiches und ziemlich ungewöhnliches Gebilde aus den unterschiedlichsten Soundfetzen. Was dabei herauskommt, ist an künstlerischem Gut kaum zu übertreffen und hat dabei so viel zu bieten.
Nachdem Turbostaat bereits zu ihrem 15-jährigen Bandbestehen einiges an Einfallsreichtum bewiesen, waren die Erwartungen zum bevorstehenden 20. Jahrestag besonders hoch. Diese dürften mit „Nachtbrot“, dem ersten Live-Album der 5-köpfigen Band, problemlos erfüllt werden.
Die amerikanische Post-Hardcore-Band musste etwas loswerden. Das merkt man „Erase The Pain“ an. „Sei du selbst, wann immer, wo immer und so gut es eben geht“ ist der Grundtenor dieser vorwurfsvollen Platte.
Vaporwave zeichnet sich durch merkwürdige Schreibweisen und merkwürdige Künstlernamen aus. TUPPERWΛVE reiht sich da einwandfrei ein. Ob das Album „To You Baby, With Love“ genauso zeitlos ist wie namensgebende Firma, ist da eine andere Frage.
Man soll Bücher ja nie nach ihrem Einband bewerten und das gilt auch für Alben. Das Cover von „Cherry Dream Machine“ gehört zu den schönsten Artworks des Jahres, zumindest im Vaporwave. Ob die Musik da mithalten kann, ist fraglich.
Post-Internet ist eine abstruse und teils verstörende Spielart des Vaporwave. LUMINO hat mit „going offline“ nicht nur den passenden Albumtitel gewählt, sondern auch einen Soundtrack für dystopische Cyberpunk-Filme und Liebhaber des Genres geschaffen.