Nicht ganz ohne Grund werden Boygenius von Vielen wie die Supergroup des Jahrhunderts verehrt. Hinter dieser innigen Liebe steckt vielleicht ein ganz zentraler Grund: Die drei Protagonistinnen sind im Sinne einer solchen Zusammenstellung so herrlich unprätentiös.
Nach den Vorab-Singles „Unscharf mit Katze“ und „Und dann kommst du wieder“ erscheint nun das 15. Studioalbum von Element Of Crime. Die zehn Songs führen den Alltag der Liebe vor Augen: mal romantisch, mal abgekehrt, aber dann auch wieder voller Lebensgefühl.
Eingängige Melodien und durchdachte Texte: Wenn die Rogers eins können, dann Punkrock-Hymnen schreiben. Das stellen sie abermals auf ihrem neuen Album „Rambazamba und Randale“ unter Beweis. Die vier haben Bock und das hört man.
Nach ihrem famosen Crossover-Epos “Nothing Is True & Everything Is Possible” veröffentlichen Enter Shikari den nicht nur chronologischen Nachfolger und begeben sich damit auf fruchtbaren Boden.
Nachdem die Band beim Vorgängeralbum „Mania” viel Experimentierfreudigkeit zeigte, kehren Fall Out Boy mit „So Much (For) Stardust” zurück zu ihrem ursprünglichen Sound. Aus Synthie- und Elektropop wird wieder bandtypischer Alternative Rock.
Im Vorgängeralbum „Volume 2“ spielten The Bouncing Soul die Favoriten ihrer Fans in neuen Versionen ein. Mit ihrem Album „Ten Stories High“ gehen die US-Punkrocker noch einen Schritt weiter. Die neuen Songs sind inspiriert von Geschichten, vom Leben der Fans, eingebettet in hymnische Refrains und kraftvollem Punkrock.
Der eine gewinnt, die andere verliert: Dies gibt näherungsweise die Funktionsweise unserer heutigen Weltordnung wieder. Den unumstößlich reichen, globalen Norden trennt Vieles von der weitestgehend abgehängten Südhalbkugel. Wachsender Wohlstand und wachsende Schwierigkeiten erscheinen wie die zwei Seiten einer Medaille. Bony Macaroni widmen sich jener Gemengelage mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise und ziehen Parallelen zu ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit.
“Alice” wird redaktionsintern seit seiner Veröffentlichung 2018 als “bestes deutsches Post-Punk-Album der letzten 10 Jahre” gehandelt. Fünf Jahre später ist das Quartett nicht nur personell in neuem Gewand unterwegs und kann doch noch genauso begeistern.
David Albarn schiebt Gorillaz mit “Cracker Island” einen Schritt weiter auf den Weg, ein wahrlich gesichtsloses und komplett kooperatives Projekt zu werden. Ist das schon die Vorbereitung eines Generationswechsels?
Ein Live-Album, das keine Konzert-Aufnahme ist, nur mit Songs von einem Album, das letztes Jahr erschienen ist. Braucht es das unbedingt? The Notwist sagen ja und liefern auf „Vertigo Days – Live From Alien Research Center“ die Argumente dafür.