Im Vorgängeralbum „Volume 2“ spielten The Bouncing Soul die Favoriten ihrer Fans in neuen Versionen ein. Mit ihrem Album „Ten Stories High“ gehen die US-Punkrocker noch einen Schritt weiter. Die neuen Songs sind inspiriert von Geschichten, vom Leben der Fans, eingebettet in hymnische Refrains und kraftvollem Punkrock.
Der eine gewinnt, die andere verliert: Dies gibt näherungsweise die Funktionsweise unserer heutigen Weltordnung wieder. Den unumstößlich reichen, globalen Norden trennt Vieles von der weitestgehend abgehängten Südhalbkugel. Wachsender Wohlstand und wachsende Schwierigkeiten erscheinen wie die zwei Seiten einer Medaille. Bony Macaroni widmen sich jener Gemengelage mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise und ziehen Parallelen zu ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit.
“Alice” wird redaktionsintern seit seiner Veröffentlichung 2018 als “bestes deutsches Post-Punk-Album der letzten 10 Jahre” gehandelt. Fünf Jahre später ist das Quartett nicht nur personell in neuem Gewand unterwegs und kann doch noch genauso begeistern.
David Albarn schiebt Gorillaz mit “Cracker Island” einen Schritt weiter auf den Weg, ein wahrlich gesichtsloses und komplett kooperatives Projekt zu werden. Ist das schon die Vorbereitung eines Generationswechsels?
Ein Live-Album, das keine Konzert-Aufnahme ist, nur mit Songs von einem Album, das letztes Jahr erschienen ist. Braucht es das unbedingt? The Notwist sagen ja und liefern auf „Vertigo Days – Live From Alien Research Center“ die Argumente dafür.
Die UK-Stoner-Kombo Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs vollzieht auf ihrer neuen Platte eine Umkehr klassischer Märchenstrukturen und bläst nun ihrerseits etwaigen bösen Wölfen die eigene Inneneinrichtung um die Ohren.
Teksti-TV 666s bester Marketing-Gag ist ihr Spiel mit der Brachialgewalt. Unter diesem Zusammenhang klingt ihre neue Platte fast schon zahm – was der Qualität aber keinen Abbruch tut.
Zu Jahresbeginn 2022 verwarf Rantanplan-Gründer Tobias Meissner ein komplettes Album, da es zu düster sei. Zum Glück – denn mit „Ahoi“ erscheint ein positives und mitreißendes Skapunk-Album der Hamburger Band, das ist wie sie selbst: nordisch direkt.
“Die Welt ist scheiße, das Leben schön” („Ich feier euch“, ZSK) – treffende Worte, die die Thematik des neuen Albums „HassLiebe“ von ZSK passend formulieren. Es ist ein Album voller Welthass, Trauer und Wut, aber auch voller Lebensfreude, Liebe und Hoffnung. Wie für Joshi und Co. üblich tragen sie auch dieses Mal das Herz auf der Zunge und verleihen dem Album musikalisch wie inhaltlich den typischen Punkrock-Charme.
Der Eskapismus in die Vergangenheit: Gerade, wenn es um die 80s geht, werden verschiedene Ansätze geprobt. Entweder man versucht es mit uninspiriertem anbiedern an Klischees wie gewisse wilde Tourplaner oder man wagt einen tatsächlichen Deep Dive in die Vergangenheit - wie Bloodhype auf „Modern Eyes“.
Die Hamburger Band Fluppe bringt das Follow-up zu ihrem Debüt “Blüte”, das 2021 die Indie-Szene in Aufruhr versetzte. Ist “Boutique” also nun wirklich handverlesenes Unikat oder doch nur ein schöneres Wort für Einzelhandel?
Soloprojekte können jene kreative Beinfreiheit schaffen, welche den jeweiligen Musiker:innen in ihren Hauptprojekten oftmals verwehrt bleibt. Zuweilen wird dies als implizite Aufforderung zu schwindelerregenden Höhen interpretiert (Peter Fox), in anderen Fällen verfällt man dann doch recht schnell in altbekannte Muster (Emigrate). Als Sänger von COR scheint Friedemann Hinz der erstgenannten Gattung näherzustehen.