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Social Distortion und „Born To Kill“: Fluch der guten Tat

08.05.2026 | Marco Kampe

Beim Namen Social Distortion werden diesertage gleich mehrere Generationen von Punkfans hellhörig, denn schließlich haben sich die Szeneveteranen ganze anderthalb Jahrzehnte Zeit gelassen, bis nun endlich ihr neues Album "Born To Kill" an die frische Luft kommt.

Mit Ausnahme ausgesuchter Festival- und Tourneetermine haben Social Distortion das letzte Bandjahrzehnt ruhig angehen lassen. „Hard Times and Nursery Rhymes“ ist als letztes Studiowerk inzwischen zu einem trotzigen Teenager herangewachsen und die Musikindustrie hat sich in dieser Zeitspanne grundlegend gewandelt. Und obwohl Mike Ness und Co. seit weit über 40 Jahren Krach formschön ausstaffieren, ist „Born To Kill“ erst ihr achter Langspieler. Folglich steht Qualität über Quantität? Na, hoffentlich!

Kehrt man den Dreck der Straßen in einem Aschenbecher zusammen, mischt ein paar Nägel, einen guten Tropfen Whiskey und reichlich Pomade bei, rührt das Gesamtwerk unter Zuhilfenahme eines Oldschool-Schneebesens durch und nimmt von dem Gebräu einen kräftigen Schluck, während man in einem schwarzen Cadillac auf einer südamerikanischen Piste daherdüst, dann (…)? Richtig, dann ist man vorbereitet für Social Distortion. Und die Band selbst ist scheinbar auch vorbereitet auf ein neues Kapitel, denn zur Feier des Studio-Comebacks werden alle Stärken der Band selbstbewusst auf der gedeckten Tafel ausgebreitet.

Bei Mike Ness und Co. hat sich in all´ den Jahren im Wesentlichen nichts verändert. Weder Abmischung, noch der Einsatz ihrer Instrumente. Und das ist durchaus positiv gemeint, weil ihr Werk nicht inflationär ist (s.o.). Opener und Titeltrack operieren auf „Born To Kill“ in Personalunion. Ein Durchlauf genügt und man ist bereits tief im SD-Tunnel. Dass man aus diesem Tunnel keine Abkürzung hinausfindet und ihn willenlos bis zum Ende gehen muss, dafür sorgen die anschließenden Stücke mit hypnotischer Kraft. „No Way Out“ gelingt das Kunststück, eingängig zu sein, ohne es mit der Brechstange herbeiführen zu wollen. „The Way Things Were“ hätte ggf. eine Minute kürzer ausfallen können, besticht aber auf der Haben-Seite mit Americana-Lässigkeit und bittersüßer Melancholie. Auch für ein Rock´n´Roll Piano wird als i-Tüpfelchen der gebührende Platz eingeräumt. 

„Tonight“ folgt einem flotteren Taktschlag und wirkt insgesamt verspielter. Zuweilen kommen die Country-Anleihen der Band recht deutlich zum Vorschein. Schön, wenn man die Wurzeln auch im fünften Band-Jahrzehnt noch erkennen kann. Wobei Country selbstredend nur einen kleinen Teil ebd. Wurzeln abdeckt, ein wenig Blues („Crazy Dreamer“) gibt´s neben der allumfassenden Punk-Attitüde auch auf die Ohren. Und Gevatter Punk hat den anklagenden Finger stets gehoben, seine/ihre Irokese sitzt. Stellvertretend sei an diesem Punkt „Over You“ als Rausschmeißer erwähnt.

„Partners in Crime“ war bereits vorab bekannt und es handelt sich um eine gut gewählte Single. Besonders die Leistung am Mikrofon ist unvergleichlich und sicherlich ein USP der Kalifornier, wie man in geneigten BWL-Kreisen sagen würde. Selbiges trifft für „Don´t Keep Me Hanging On“ zu. Von B-Seiten-Material ist weit und breit keine Spur zu erkennen. Selbst vermeintlich unscheinbare Stücke der Marke „Never Going Back Again“ bewegen sich auf durchweg hohem Niveau. Mit „Wicked Game“ rundet sogar ein überaus gelungenes, sehnsuchtsvolles Cover von HIM den Langspieler ab. Das war nicht unbedingt zu erwarten.

Was bleibt unter dem Strich zu sagen? Etwaige Kritikpunkte wären Makulatur, das Album fügt sich trotz teils weit auseinanderliegender Spielarten nahtlos zusammen. Sollten Social Distortion irgendwann ein Folgewerk anstreben, wird sie der Fluch ihrer guten Tat verfolgen. „Born To Kill“ wird als reifes Spätwerk schwer zu schlagen sein. Vielleicht wäre es eine Idee, sich hiermit aus den Studios zu verabschieden. Die Toten Hosen haben es für ihr kommendes Album gleichlautend angekündigt und werden sich, wenn es dabei bleibt, fortan auf das Live-Geschäft konzentrieren. Beim Blick über den großen Teich hätte die Band damit ein Vorbild für das Altern in Würde.

8.5

Wertung

Beim Nachdenken darüber, wann ich zuletzt über den Schlusspunkt einer solch ausgiebigen Studio-Pause geschrieben habe, erinnere ich mich zuvorderst an das im Jahr 2021 sehnlichst erwartete und letztlich für sehr gut befundene „Let The Bad Times Roll“ (The Offspring). Kann „Born To Kill“ da mithalten? Ja! Eine neue Platte von Social Distortion habe ich zwar nicht in gleichem Maße herbeigesehnt, es ist aber eine willkommene Überraschung. Ich werde nochmal ihre Diskographie rückwärts hören, das steht fest.
Marco Kampe

Marco Kampe

Der vormalige Fokus auf verzerrte E-Gitarren ist bei Marco einem übergeordneten Interesse an der Musikwelt gewichen. Die Wurzeln bleiben bestehen, die Sprossen wachsen in (fast) sämtliche Richtungen. Darüber hinaus bedient er gerne die Herdplatten oder schnürt sich die Laufschuhe.

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