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Kreator und „Krushers Of The World“: Lodernde Flammen

16.01.2026 | Marco Kampe

Im Hause Kreator scheint der Aktionismus ausgebrochen. Nach Buch- und Filmveröffentlichung steht ein weiteres Studioalbum in den Startlöchern – Ein Studioalbum, welches sich anschickt, den Legendenstatus der Thrash-Ikonen zu verstetigen. Denn: So kommerziell erfolgreich und v.a. genre-/medienübergreifend wertgeschätzt wie heutzutage, waren Kreator wohl zu bislang keinem Zeitpunkt ihres Schaffens.

Inzwischen blickt der Ruhrpott auf eine jahrzehntelange Metal-Tradition zurück. Während Senkrechtstarter bzw. der Underground unruhig mit den Hufen scharren, um die jeweils nächste Stufe zu erreichen, denken die altgedienten Helden noch längst nicht an ein Dasein als Rentner. Dass diese Gemengelage nicht zwingend künstlerisch wertvoll sein muss, dafür gibt es genügend Beispiele aus der Musikwelt. Etwa dann, wenn der bandeigene Peak im letzten Jahrtausend zu verorten ist und man nur noch von der Reproduktion/Selbstkopie (gutes Szenario) lebt oder sich haarscharf an der Grenze zur Blamage (schlechtes Szenario) bewegt. Über den Jubiläumsauftritt der Scorpions darf an dieser Stelle gestritten werden, ikonisch für Stadt und Region war es aber allemal.

Im Falle von Kreator lodern die Flammen glücklicherweise lichterloh, wie sogleich der Opener von „Krushers Of The World“ („Seven Serpents“) unter Beweis stellt. Der Track ist Opener und Intro in Personalunion und bedient beide Seiten mit Bravour. Der Spannungsbogen und die Erwartungsangst vor einer metallischen Dampfwalze verdichten sich zusehends. Der Song ist seit einigen Wochen bekannt und beliebt zugleich. Tempo und Qualität werden kontinuierlich hochgehalten, auf den letzten Metern erwarten das geneigte Publikum sogar orchestrale Versatzstücke. Mille Petrozza hat sein unverkennbares Bellen über die Jahre perfektioniert. Dies kommt auch den im weiteren Hörverlauf anschließenden Songs („Deathscream“ bzw. „Blood Of Our Blood“) zu Gute. Dem allgemeinen Marktgeschehen folgend, ein anstehendes Album durch Digital-Singles nahezu vollständig vorab zu veröffentlichen, durfte sich „Satanic Anarchy“ bereits musikalisch entfalten. In etwa wie ein guter Wein (und mit einem solchen haben wir es zu tun!), der bis zur Verköstigung noch an der frischen Luft atmet. Der Song ist eine Prise massentauglicher gestaltet, als man es ggf. erwartet hätte und man kann den Refrain beinahe mitsingen. Schreit da schon jemand „Sell-Out“? Der Titeltrack bewegt sich eher im klassischen Metal, doch auch in ungewohnt gedrosseltem Tempo müssen sich Kreator nicht verstecken. Die Abstimmung der einzelnen Instrumente wirkt hervorragend und die Nackenmuskulatur jedes Metalheads dürfte allmählich auf Betriebstemperatur kommen. 

Es ist gemeinhin bekannt, dass Kreator, auch in einem (in Teilen) konservativen bis politikaversen Umfeld wie der Metal-Szene, eindeutige Stellungnahmen keineswegs scheuen. Dafür nehmen sie Widerspruch bzw. dezent geringere Verkaufszahlen in Kauf und so entlarven sich u.U. gleich mehrere Lenker (hier muss nicht gegendert werden) dieser Welt als „Psychotic Imperator“. Anprangern kann ein erster Schritt zur Besserung sein, es hält die Hörer*innen in jedem Fall wach. Ob Britta Görtz´ Bühnenpräsenz bei Heaven Shall Burn ihr das exponierte Feature auf „Tränenpalast“ verschafft hat? Vielleicht, aber eigentlich spielt das auch keine Rolle. Die Dame ist eine perfekte Ergänzung und es bleibt zu hoffen, dass es dieses Zusammenspiel auch mal live zu bewundern geben wird (sofern die liebe Britta nicht etwa zu Arch Enemy abwandert, *brodelnde Gerüchteküche*). „Loyal To The Grave“ beschließt als gedanklicher Nachfolger von „Hail To The Hordes“ einen Langspieler, dem man die handwerkliche und persönliche Reife sämtlicher Beteiligten anmerkt. Im Kern sind Kreator durchweg zu erkennen, die Stagnation, in der es sich diverse Metal-Kolleg*innen vergleichbarer Größenordnung gemütlich machen, ist für das Essener Quartett indes kein Thema. Verschiedenen Subgenre-Spielarten sind höchst professionell eingeflochten und einen kleinen Pop-Appeal genehmigt man sich teilweise ebenso. Es sei ihnen gegönnt. 

Um zu der zuvor bemühten Wein-Metapher zurückzukehren: Kreator lassen sich zwischen ihren Veröffentlichungen stets genügend Zeit. Das dürfte einerseits auf ihre globale Live-Präsenz (und damit: notwendige Pausen) zurückzuführen sein, andererseits müssen derart gelungene Produktionen wohl auch die geeignete Reifezeit durchlaufen. „Krushers of The World“ macht demgemäß Vieles sehr richtig.

8.5

Wertung

„Thrash-Metal bespreche ich in meiner Plattensprung-Zeit gefühlt erstmalig und es ist wohltuend, diese Lücke mit Kreator zu schließen. Was für ein Stück Holz (aka Brett) - ich freue mich auf den Headliner-Gig beim Rockharz 2026.“
Marco Kampe

Marco Kampe

Der vormalige Fokus auf verzerrte E-Gitarren ist bei Marco einem übergeordneten Interesse an der Musikwelt gewichen. Die Wurzeln bleiben bestehen, die Sprossen wachsen in (fast) sämtliche Richtungen. Darüber hinaus bedient er gerne die Herdplatten oder schnürt sich die Laufschuhe.

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