Als die ersten Songs von Oxo86 aus ihrem neuen Album veröffentlicht wurden, liefen die Tracks bei mir sofort rauf und runter. Der Mix aus Ska- und Streetpunk ist unglaublich mitreißend, energiegeladen und wie gemacht für die Bühne. Ich merke dabei jedes Mal, wie mich die Musik direkt packt und ich sie laut durch die Wohnung laufen lasse – einfach aus reiner Freude an dieser Wucht. Doch gerade das macht die Platte so stark: Hinter der Energie und den hymnischen Refrains stecken keine bloßen Spaßtexte. Viele Songs gehen deutlich tiefer und greifen Themen wie Alkohol, Selbstzerstörung und gesellschaftliche Frustration auf. Diese Texte treffen mich beim Hören nicht nur als Worte, sondern transportieren eine echte Wut und Nachdenklichkeit, die hängen bleibt. Auch der Albumtitel "Die Hoffnung stirbt zuletzt... aber sie stirbt" verstärkt diesen Eindruck für mich noch einmal. Das klingt düster und resigniert, wirkt aber gleichzeitig trotzig: Wenn schon Untergang, dann laut, gemeinsam, mit erhobener Faust und Pauken und Trompeten. Genau darin liegt für mich die Stärke des Albums – es verbindet Frust, Haltung und Euphorie auf eine sehr unmittelbare Weise. Für mich wirkt die Band damit musikalisch und inhaltlich stärker denn je. Und auch wenn man mit solchen Aussagen vorsichtig sein sollte: Dieses Album hat definitiv das Potenzial, eines der Punkalben des Jahres zu werden.