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| Goldzilla und „Goldzilla vs Dortmund“: Deutschland muss sterben. Deutschpunk aber auch. | Jetzt lesen |
Wie Godzilla ganze Städte verwüstet, räumt Goldzilla in 33 Minuten mit Scheinwelten und trügerischen Wahrheiten auf. Mehr Zeit braucht die Band auch nicht, um mich in ihr Spannungsfeld aus politischem Anspruch und persönlicher Verletzlichkeit zu ziehen. Dieser Mix aus rohem Punk und einer fast beiläufigen Melodieführung zeigt mir, dass Wut und Empathie sich nicht ausschließen müssen. In jedem Song spüre ich den Kampf der Band mit der Zeit: mal rückwärtsgewandt, mal schleppend, mal als stiller Zweifel, der sich zwischen den Zeilen einnistet. Doch dort, wo sie stehen bleibt, entsteht Raum für Fürsorge und Solidarität. Genau diese Reibung macht das Album für mich zu einem der Highlights des vergangenen Jahres – und zu einer Entdeckung, die mich auf unerwartet persönliche Weise mitgerissen hat.
Deutschpunk ist nicht tot, er riecht nur komisch. Goldzilla räumen diese Scheiße weg und Dortmund gleich dazu. Der Rest von Deutschland ist hoffentlich auch bald dran.
Goldzilla wissen wie man Aufmerksamkeit erzeugt. Step 1: D.I.Y. Promopäckchen mit USB-Stick, Tape, Aufklebern und Anstecker noch per Hand in den Briefkasten einwerfen. Step 2: Einen mutierten Fuchs auf's Cover malen und irgendwas mit Robotern und Hitler draufschreiben. Step 3: Guten Deutschpunk machen. Die Texte der sechs Songs der EP "Goldzilla vs Robohitler" sind kreativ wie bissig, es geht um Zwänge, Liebe, Polizeiwillkür und Antifaschismus. Der Sound ist gegen den Trend der Szene eher oldschool, ein bisschen Garage und Sludge zum Punkrock passt hier in den meisten Fällen gut und lädt zum "schwoofen" ein. Demnächst auch in deinem AJZ!