Das Debütalbum von Flo LeBeau hatte ich schon vor Wochen in meine Mediathek gepackt – und dann doch immer wieder übersprungen. Ein Fehler, denn damit habe ich dem intensiven und sehr persönlichen Innenblick des Schweizers lange zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Epilepsy ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit der Krankheit, die das Leben des Musikers seit Jahren prägt. Musikalisch reduziert auf Folk- und Akustikpunk-Elemente gewährt Flo LeBeau Einblicke in Selbstzweifel, Positive Mental Attitude (PMA), mentale Gesundheit und den Umgang mit der gesellschaftlichen Stigmatisierung chronischer Erkrankungen. Gleichzeitig erzählen die Songs von Akzeptanz, persönlichem Wachstum und dem unbedingten Willen, offen über Epilepsie zu sprechen. Dabei erinnert Flo LeBeau stellenweise an Chuck Ragan oder Frank Turner, ohne deren Stil zu kopieren. Stattdessen findet er seinen ganz eigenen Weg, Punk, akustische Klänge und zutiefst persönliche Erfahrungen zu einem authentischen und berührenden Album zu verbinden. Anspieltipps: "Give Me Some PMA", "We Need To Talk", "Work"