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DE STAAT
Ein selbstbetiteltes Album suggeriert ja immer ein bisschen die Wahrnehmung, die Künstler:innen befänden sich hier am Zenit ihres Schaffens, oder haben zumindest sowas wie eine Repräsentation ihrer eigenen Quintessenz geschaffen. Ein Werk, von dem aus sich die Erschließung der restlichen Diskografie anbietet. Insofern ist "DE STAAT" ein passend gewählter Titel für die neue Platte der Niederländer. Wer bisher unvertraut war mit den Weirdo-Rockern aus Nijmegen, findet hier einen mehr als adäquaten Ausgangspunkt für einen musikalischen Deepdive. Auf den 37 Minuten des Albums kommen viele Facetten der Band in Reinform zum Ausdruck. Die hypnotisierende Repititivität eines "THE KING" öffnet die Tür in Richtung "Bubble Gum", De Staats verschrobene Art der Gesellschaftskritik zeiht sich auch hier durch die Texte von Torre Florim (ganz explizit z.B. in "THE FIRE"), dessen charmant kultivierter Personenkult á la "Witch Doctor" sich schon in Songabfolgen wie "THE BOY", "THE MAN", "THE MATTER" offenbart. De Staat knüpfen also nahtlos an ihre bisherige Karriere an und halten dabei ihre gewohnte Mischung aus Witz. Tempo und ausschweifender Absurdität. Da nun allerdings schon die Trilogie "Red/ Yellow/ Blue" – wenn auch in strukturell anderer Form – eine Art Zusammenführung der verschiedenen Spielarten der Band war, hätte man sich hier durchaus etwas mehr Aufbruchsstimmung gewünscht.
Nicht vorhanden