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Im Kreuzverhör

Im Kreuzverhör #60: Hiatus Kaiyote - "Tawk Tomahawk"

19.02.2026 | Album der Woche Redaktion

Im Kreuzverhör stellt sich die Redaktion gemeinsam Platten außerhalb ihrer Komfortzone. Das zu verhörende Album kommt diesmal von Hannes, seines Zeichens Drummer bei malheur. Er wirft "Tawk Tomahawk" von Hiatus Kaiyote in den Ring.

Auf die Band aufmerksam geworden bin ich im Sommer 2015. Ich saß in einer Kneipe und war von dem Song fasziniert, der dort lief. Ich kann nicht genau sagen warum, nur dass ich so etwas noch nicht gehört hatte und alles daran spannend fand. Ich fragte den Kellner danach und er nannte mir, sichtlich begeistert darüber seinen Geheimtipp teilen zu können: "Nakamarra" von Hiatus Kaiyote. Bei der nächsten Getränkebestellung, bei der ich diesen schwer zu merkenden Titel und Bandnamen natürlich schon wieder vergessen habe, gab er mir einen Zettel, auf dem beides stand. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal!

Am nächsten Tag hörte ich durch das ganze Album "Tawk Tomahawk" und es wurde sofort zu einem meiner Lieblingsalben. Das Genre lässt sich schwer beschreiben für jemanden, der eher im Verzerrte-Gitarren-Bereich zu Hause ist. Vielleicht trifft es progressive Jazz/Funk ganz gut. 

Los geht's mit "Mobius Streak" und "the world it softly lulls", die beide eher ruhig sind, mit schönen Klavier- und Gitarrenmelodien, aber durchaus komplexe Rhythmen haben. Zusammengebracht wird alles durch den wunderbaren, träumerischen Gesang von Nai Palm. Weiter geht's mit einem Instrumentalstück und "Malika". "Ocelot" und "Boom Child" werden roher als die vorangegangen Lieder, mit Grooves, bei denen es schwer fällt nicht mit dem Kopf mitzunicken.

"Lace Skull" ist der träumerischte Song des Albums, der in das nächste Instrumentalstück übergeht. Es folgt ein weiteres Instrumentalstück, was schließlich in "Nakamarra" als Finale gipfelt.

Das Album ist für mich eine schöne Reise, bei der aufmerksame Hörer:innen auch nach Jahren neue Elemente entdecken kann, wie für mich beim letzten Hören das Vogelgezwitscher (wahrscheinlich ein Sample von dem Papageien der Sängerin) in "Lace Skull".

Kai Weingärtner

Das Kreuzverhör hat sich ja, wie aufmerksame Leser:innen sicherlich beobachten konnten, in den letzten Jahren von einer Folterkammer der musikalischen Agrundexkursionen zu etwas entwickelt, dem man immer wieder tatsächlich gute Musiktipps der Redaktion entnehmen konnte. Dass das, bei aller vulgären Kreativität, die das in den Verhörenden jeweils hervorgebracht hat, eine positive Entwicklung ist, hat mir diese von Hannes gesponsorte Ausgabe mal wieder vor Augen geführt. Denn glücklicherweise musste ich mich zum Verfassen dieses Textes weder durch halbtrunkenen Mundartpoprap noch durch irgendweine furchtbare Inkarnation von einer Band, die irgendwas mit Exkrementen und toten Tieren im Namen trägt, quälen, sondern durfte mir stattdessen beseelt groovigen Jazz-Funk aus Autralien zu Gemüte führen.

Hiatus Kaiyote waren mir schon seit ein paar Jahren ein Begriff, wirklich über das letzte Album "Love Heart Cheat Code" und ein paar unabsichtliche Ausflüge in die Diskografie der Melbourner:innen bin ich aber bisher nicht hinausgekommen. Ausgerechnet beim von Hannes erwähnten "Nakamarra" huschte aber ein Lächeln der Erinnerung über mein Gesicht. Diese blumigen Keys hatte ich tatsächlich schon das eine oder andere Mal irgendwo gehört. Dass diese Band unglaublich talentiert ist, steht außer jeder Frage. Und so war auch "Tawk Tomahawk" eine rundum angenehme Hörerfahrung. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich dadurch jetzt zum die-hard Hiatus Kaiyote Fan geworden bin. Irgendwie trifft die Band dann doch diesen Sweetspot aus Musik, die mich zwar gut unterhält, aber auch nicht so richtig begeistern kann. Dafür sind mir Arrangements dann manchmal doch ein bisschen zu unaufgeregt, der Gesang zu perfekt, die Instrumente zu wenig chaotisch. Das schälert keinesfalls meinen Genuss dieser Platte, sondern ist wie so oft reine Geschmacksache.

Frank Diedrichs

Kai hat recht – unser Format Kreuzverhör entwickelt sich allmählich zu einer musikalischen Entsprechung des Arthouse-Programmkinos, zu einem genreliterarischen Quartett. Ein Stück weit der Pubertät entwachsen, wird es erwachsener und wandelt sich zu einem Forum für Neuentdeckungen, die sich in unseren Köpfen festsetzen wollen.

So verhält es sich auch mit dem Debütalbum Tawk Tomahawk der australischen Band Hiatus Kaiyote. Ich muss gestehen, dass diese Band meinen Kosmos bislang kaum gestreift hat. Folgt man Vermutungen, Mutmaßungen oder auch Aussagen der Band, setzt sich der Name aus „Hiatus“ („Pause“) und „Kaiyote“ zusammen, einer abgewandelten Schreibweise des Kojoten, jenes Tieres, das oft als Wanderer zwischen den Welten beschrieben wird. Die Musik des Debüts spiegelt genau diese Deutung wider. Sie bewegt sich zwischen Funk, Soul, Psychedelic, Jazz-Elementen und Rock — teils sogar innerhalb einzelner Tracks.

Meine ersten Versuche, die Songs nebenbei zu hören, scheiterten schnell; sie verlangten ungeteilte Aufmerksamkeit. Wie Hannes oben schrieb, lassen sich erst dann Nuancen erspüren, Klänge entdecken — etwa die Schellen und Handclaps in „Malika“ — und die Vielfalt der Instrumentierung wahrnehmen. Doch obwohl die Texte von Verbundenheit, Nähe, Selbstschutz oder Anderssein handeln, also von Themen, die mir in Songtexten viel bedeuten, erreicht mich die Musik nicht nachhaltig.

In Erinnerung bleibt vor allem „Nakamarra“, ein groovender Soul-Track. Die übrigen Stücke wirken auf mich ein wenig wie das Möbiusband aus dem Opener „Mobius Streak“ — eine Fläche ohne klare Orientierung, ohne oben und unten. Letztlich ist dies kein Album, zu dessen Hören ich mich zwingen musste; doch so, wie es vor einigen Tagen meinen musikalischen Kosmos gestreift hat, wird es ihn wohl auch wieder verlassen.

Dave Mante

Alben spielen ja doch sehr gern mal mit Erwartungen, kommen mit unerwarteten Twists um die Ecke oder überzeugen damit, etwas völlig anderes zu machen. "Tawk Tomahawk" von Hiatus Kaiyote (allein an dem Namen merkt man, dass es sich um ein Kreuzverhör handeln muss) ist eine absurde Mischung aus Vielem. Um mal etwas aufzuzählen. In der ersten Hälfte hört man gesampelte Musik, lateinamerikanische Gitarrenklänge, Unprocessed-artige Intermezzos, sphärische Gesänge und Chöre, Bongos, Tunes, die sich anhören, als wäre man in einem Independent-Film in einer kleinen Küstenstadt unterwegs und sucht den nächsten Plotpoint, Naturgeräusche, Jazz – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe dieses Album auf einem verschneiten Spaziergang gehört und musste mehrfach sichergehen, dass es sich um das gleiche Album handelte, als ein Track vermeidlich aufgehört hatte. Ich wechselte dabei von Verwirrung zu Verwunderung und kam immer auf den Nenner, dass das hier absolut großartig ist.

Das braucht aber noch ein paar Durchläufe, bis ich es in Gänze verstanden hab.

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