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Interview

Tony Esposito von White Reaper: Only Slightly Lost

02.10.2025 | Nataly Sesic

White Reaper hat ein paar turbulente Jahre hinter sich: der Wechsel zu Blue Grape, der Verlust der Bandmitglieder Nick und Sam Wilkerson, Musikmachen inmitten der Pandemie. Zum 10. Bandjubiläum habe ich mich mit Gitarrist und Sänger Tony Esposito virtuell in Louisville, Kentucky getroffen, um über “Only Slightly Empty” zu sprechen – und wie es bei White Reaper weitergeht.

Wenn Tony ins Studio geht, stellt er sich stets die Frage, wie er sich im Vergleich zur letzten Veröffentlichung verbessern kann. “Es klingt ein bisschen so, als würde ich unsere früheren Alben bashen, wenn ich über neues Material rede,” meint Tony. “Aber für mich steht immer im Vordergrund: Wie kann ich im neuen Album das vermeiden, was mir beim letzten Mal nicht so gut gefallen hat?”

Songwriting ist für Tony eine Chance, ehrlich zu sein; zu sich, zu anderen. Ein Klischee, doch der Sänger und Gitarrist gibt offen zu, dass er mit und durch Musik oft das ausdrücken kann, was ihm sonst in einer Konversation nie über die Lippen kommen würde. Songwriting ist für Tony ein organischer Prozess, den er nicht zu erzwingen vermag. Der erste Schritt liegt in der Regel darin, den Ball ins Rollen zu bringen. Tonys Art zu Schreiben ist vielmehr suchend statt kreativ im wahrsten Sinne des Wortes: hier entsteht eine Demo, die nie das Tageslicht erblickt, da eine Songidee, die wieder verworfen wird. Er schreibt und schreibt und schreibt, bis dieser eine Funke überspringt, der zur großen Flamme wird. 

Der Funke spring dieses Mal bei “Honestly” über – der Track verlieh Tony die Energie, um in derselben Woche noch vier, fünf weitere Songs fertigzustellen. Seine Devise: einfach weiterschreiben. Anfangs wird man sich noch an den Songs reiben, mit dem einen oder anderen Part unzufrieden sein. Wenn man nicht aufgibt, wird die Inspiration garantiert kommen. 

Tony geht pragmatisch an das Thema Songwriting ran; ebenso pragmatisch sollte auch das neue Album entstehen. In “Only Slightly Empty” wollten White Reaper ohne Schnickschnack auskommen. Im letzten Album hatten sie ihren Spaß damit, mit zig Elementen zu spielen. Das hatte zwar seine eigene Anziehungskraft, aber für das neue Album sollte der Sound auf das destilliert werden, was White Reaper ausmacht: Melodie, Powerchords und ganz viel Lebensfreude. 

White Reaper macht Musik, die man auf Roadtrips im Auto hört, bei der man die Fenster runter lässt, den Sound voll aufdreht und laut mitsingt. Die Rückbesinnung zur Einfachheit gibt Tony dann die Chance, mit Voice Samples und Synths zu spielen, kreativ zu werden, ohne dass die Songs überladen klingen. Baustein für Baustein, Idee für Idee.

“Only Slightly Empty” ist Tony leichter von der Hand gegangen als frühere Alben. White Reaper, sagt er, hat die schlechte Angewohnheit, alles zu zerdenken und sich so selbst im Weg zu stehen. Das neue Album war der Versuch, Songs eine Chance zu geben, bevor man jeden Teil schier klinisch auseinandernimmt. Auch hier sollte der Pragmatismus und die Einfachheit überwiegen: “Ich wollte, dass wir es bis zur Zielgerade schaffen, und dann erst einen Blick zurückwerfen,” so Tony.  Auf einen Lieblingstrack kann sich Tony nur schwer festlegen. Er hört das Album am liebsten am Stück, weniger, um tief in Gedanken zu versinken, und mehr, um einfach mitzufühlen. 

Wie es das Schicksal so will, kam das allererste Album von White Reaper, “White Reaper Does It Again”, vor genau 10 Jahren raus. Das lädt dazu ein, einen Blick zurück zu werfen. 

Musik macht immer noch Spaß, aber es ist heute ganz anders, als es einst war. Und das ist gut so. Für Tony ist nichts so beständig wie der Wandel: “Du lernst jeden Tag ein bisschen mehr dazu, selbst, wenn es dir nicht aktiv auffällt,” meint er nachdenklich.

Der Sound von White Reaper hat sich über die Jahre von Punk stärker in Richtung Rock bewegt. Tony war es nie wichtig, sich an Dingen wie Genre festzubeißen, die einzelnen Motive der Musik fanden recht natürlich zueinander. “Das liegt unter anderem auch daran, dass ich heute ein viel besserer Gitarrist bin, als früher,” lacht Tony. “Manche Songs klangen so, weil ich es einfach nicht besser spielen konnte.” Nach 10 Jahren auf Tour und an der Gitarre wird man unweigerlich besser – und ermöglicht kreative Ausflüchte. “Wir sind alle bessere Musiker geworden,” sagt er. “Das hat es auch der Musik erlaubt, sich zu verändern.”

Das Album hält jedoch mehr als nur musikalischen Veränderung bereit: “Only Slightly Empty” ist das erste Album, das ohne Dummer Nick und Bassist Sam Wilkerson entsteht. 

Tony und die Wilkersons haben seit der Teenie-Zeit zusammen Musik gemacht. Das Ausscheiden der Brüder – die für Tony, wie er selbst oft gesagt hat, mehr Familienmitglieder als reine Bandkollegen sind – zwingt die Band dazu, sich neu zu orientieren. 

Der Albumzyklus ohne Nick und Sam war ein zweischneidiges Schwert: Einerseits war man ein seit Jahren wortwörtlich eingespieltes Team, was den Prozess immens erleichtert. 

Andererseits wurden so Entscheidungswege verkürzt. Schaut man sich die Abschiedsnotizen von Nick und Sam an, so scheint es kreative Differenzen in der Band gegeben zu haben, welche die Zusammenarbeit schwierig gestalteten. Der Weg ohne Nick und Sam ist eine Herausforderung und eine Chance – insbesondere durch den Wechsel zum neuen Label, Blue Grape Music, steht nun auch der Weg zu vielen neuen Kollaborations-Partner:innen offen. 

Jetzt, wo das Album draußen ist, wollen White Reaper erst mal auf Tour. Einige Songs haben es nicht auf das Album geschafft und warten nur darauf, live gespielt zu werden. 

Tony verrät, dass sie auch bald nach Deutschland zurückkehren – wann, bleibt noch abzuwarten. 

“Only Slightly Empty” ist seit dem 26.09.2025 als Digital Download und als LP über Blue Grape Music verfügbar. 

Nataly Sesic

Unter Freund:innen weiß man: Wenn du neue Musik auf die Ohren brauchst, fragst du Nataly. Als Maximalistin im wahrsten Sinne des Wortes liebt sie „too much“: sei es Pop der 2010er, Rock der 80er oder mysteriöse Subgenres irgendwo zwischen tumblr und Totalausfall; Nataly hat dazu eine Meinung - und sicher einige Fun Facts parat. Wenn sie nicht gerade auf einem Konzert ist, macht Nataly die Hallen ihrer Universität unsicher, schreibt oder liest Bücher oder hat selber die Gitarre in der Hand.

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