Yard Act bringen eine gewisse gute Laune mit, die das Post-Punk-Genre gerade im Vereinigten Königreich oft vermissen lässt (nicht, dass man das angesichts der Weltlage irgendwem vorhalten könnte). Das bedeutet aber keineswegs, dass "You're Gonna Need A Little Music" verklärt oder oberflächlich ist, nur eben ein Stück weit leichtherziger, was auch an der selbstironischen Delivery und Schreibe von Frontmann James Smith liegt. Gerade auf Songs wie "Janey Said" präsentiert er sich als nachdenklicher, trauriger und irgendwie ganz normaler Typ. Da ist eine gewisse Non-Chalance, die von dieser Mischung aus trockenem Post-Punk-Sound mit einer gewissen 2000er Indie-Hymnik und dick aufgetragenem nordenglischen Akzent ausgeht. Ein unverkennbares Highlight der Platte kommt - for better or worse - direkt mit dem Opener "Empty Pledges" daher. Ein sich stetig aufbauendes und linear dahinstampfendes Lamenti aller verpassten Chancen, falschen Entscheidungen und invasiven Gedanken.