Sleaford Mods Alben an ihrem Innovationsgrad zu messen, funktioniert weniger gut als bei anderen Bands. Monotonie ist ein Kernkonzept dieser Band. Sich stetig um sich selbst drehende Drum-Loops und stoisch vor sich hineiernde Beats definieren den Sound, über den Jason Williamson seine vulgären Tiraden über die Tristesse und Frustration nordenglischen Urbane ergießt. Dieses Konzept bemühen Sleaford Mods auch auf "The Demise of Planet X" wieder zur Genüge. Ein paar kleine Veränderungen gibt's dann aber doch. Die Wut, die auf "UK GRIM" noch als prägende Emotion des Albums funktioniert hat, weicht hier einer beißenden Mischung aus Frustration und Zynismus. Für klangliche Abwechslung sorgen die gut gewählten Features von Aldous Harding, Sue Tompkins, Snowy, Liam Bailey und Gwendoline Christie, die ihre jeweiligen Songs mal nur gesanglich, mal auch instrumentell aufmischen. Sleaford Mods bleiben am Ende eine der besten Adressen, wenn es darum geht, dem eigenen Gefühl des angepisst seins ein ungefiltertes Ventil zu geben.