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Kolumne

Dave und die Schatten aus dem Schrank: Paramore, Terror und Poppy

09.04.2026 | Dave Mante

Erneut muss der Pile of Shame etwas kleiner werden in Daves imaginärem Plattenregal. Heute mit Paramore, Terror und Poppy.

Es ist wieder Zeit, Zeit, aus meiner Bubble zu steigen und dem Alltagsrhythmus der immer gleichen Playlist Bye-bye zu sagen, zumindest für 3 Alben. Dave und die Schatten aus dem Schrank sollen wieder einmal aufzeigen, was ich all die Jahre voller Musik verpasst habe, obwohl es die ganze Zeit da war. Ist es dann eigentlich verpasst? Gute Frage, noch besser ist immer die Frage, ob es sich gelohnt hat, das zu verpassen, oder ob ich damals lieber mit herumgefaselt hätte, als Album XY Thema war. Aber hey, so oder so ist etwas „zu spät“ hören ja immer ganz vorteilhaft, weil die Zeit alle Hypes heilt, und heute höre ich mit mehr als einem ungeschulten Ohr hin, noch immer ungeschult, aber immerhin mit ziemlich viel diverser Musikerfahrung. Ich schwafle, fangen wir an.

Paramore – Riot

Diverse Menschen, welche mich gut kennen, werden jetzt lauthals erschrecken, wenn sie feststellen, dass ich generell nie wirklich Paramore gehört habe. Sorry, aber ich bin damals erst an Green Day und dann an Rise Against hängengeblieben. Und Paramore waren in dieser Zeit nicht wirklich wichtig für meinen damaligen Musikhorizont, als ich mir kaum mehr als eine CD alle paar Monate kaufen konnte. Internet war für mich etwas, was ich in der Schule benutzte, um auf Spieleaffe meine eigentlich für Recherche über Baden-Baden angesetzte Zeit zu vergeuden (was auch immer da interessant war), und am Ende hätte es eh alles auf meinen MP3-Player gemusst, bei dem man den Song nicht wechseln konnte. Nun, heute ist das anders, was jedoch noch immer super ist, ist diese Ära des Pop-Punks, in welcher sich Paramore damals noch bewegten. Denn nicht nur ist diese Ära zeitlos, weil sie noch nicht schlecht kopiert, sondern ziemlich catchy erfindet. Hailey Williams steht für mich weiterhin für eine der besten Personen im Business und Paramore als ein Chamäleon der Musik, jedoch vermisse ich das damalige Paramore schon etwas, ohne es wirklich erlebt zu haben. Ihr Hitalbum Riot, ja das mit „Misery Business“, ist die absolut richtige Mischung aus catchy Dance-Rhythms, lauten und kritischen Texten und eingestreuten Balladen. Und auch spannend: Während sich viele Alben von damals viel zu lang anfühlen, schaffen es Paramore durch die sehr diversen Tracks, eine gewisse Kurzweiligkeit zu schaffen, welche Fall Out Boy gut getan hätte. Ich war fast erstaunt, wie gut man das Ding am Ende tatsächlich noch hören kann, ohne auch nur ansatzweise Langeweile zu empfinden, und ich weiß, dass ich mich ins Erwachsenendasein entwickelt habe. Daher kann es nicht sein, dass ich zu sehr in der Vergangenheit stecke, also zumindest nicht überall.

 

Lieblingssong: „That‘s What You Get“

Vibe: Im Media Markt stehen und dieses Album kaufen, weil es in einer Reihe mit Green Day steht und zu den Alben gehört, die 6,99 kosten. Außerdem wollte meine Mutter was Melodisches, sonst muss ich bis zu Hause warten, bis ich es anhören kann, und das wäre langweilig.

Terror – Keepers of the Faith

Da ist wieder das schwere Aufatmen von euch. Natürlich hab ich klassische Hardcore-Alben nie gehört, in dieser Subkultur bewege ich mich erst seit 2023. Wenn man mich gefragt hätte, hätte ich dieses Album aber ehrlich gesagt auch in den 90ern verortet, wie die meisten klassischen Hardcore-Alben. Dabei kam das Teil 2010. Warum war davon dann eigentlich nichts die WM Hymne? Frechheit! Egal, ähnlich wie bei Paramore ist das hier die Blaupause für ein ganzes Genre. Gut, das sind die Alben davor und Alben von Bands wie Killing Time oder Judge auch, aber vor allem Terror haben sich im Volksmund ziemlich gut gehalten und werden immer noch für diverse Touren, Festivals und Co. gebucht. Eventuell manchmal etwas zu viel, aber angucken tue ich sie mir am Ende trotzdem, und zumindest „Keepers of the Faith“ kann ich auch mitbrüllen. Überraschend finde ich, dass mir das Teil ziemlich gut gefällt. Noch immer über punchy an einigen Stellen und Scott Vogels unreine Shouttechnik hört sich weiterhin fantastisch an. Und die Energie eines Terror-Albums ist kaum erreicht, bis heute. Für das ungeschulte Ohr, was Hardcore angeht, ist das ein Hardcore-Album, ohne Schnickschnack. Für alle anderen ist das ein Hardcore-Album ohne Schnickschnack. Klingt komisch, ist es auch. Denn am Ende will man manchmal genau das: oberflächlich simple Musik, die durch die Texte und die Eingängigkeit eine ungeahnte Tiefe bekommt. Terror sind noch immer die Könige des klassischen Hardcores und sind auch keine weißen alten Männer (also von den Ansichten), wie es Madball sind. Allein das gibt einen großen Pluspunkt.

 

Lieblingssong: „Keepers of the Faith“, weil, come on, das Ding hat eine Subkultur nachträglich geprägt.

Vibe: Am Rand des Pits stehen und mit dem Ellenbogen die anfliegenden schwarzweißen Vans oder Adidas Sambas abwehren und zwischendurch mal ein bisschen Two-Steppen, ohne es zu können, sodass es komplett bescheuert aussieht.

Poppy – Negative Space

Zeitsprung und was für einer. Von den Klassikern kommen wir zu einem ziemlich neuen Album. Das Phänomen Poppy ging so lange an mir vorbei, bis die Frau mir im Duo mit Knocked Loose so hart ins Ohr gebrüllt hat, dass ich da doch mal hereinhören musste, nur um von der Genrebiegung etwas abgeschreckt zu werden und auch vom Hype, Hype zerstört leider sehr viel. Nachdem mir aber letztens „They’re all around us“ in den Algorithmus gestreut wurde und ich durchaus angetan war, hab ich dann doch mal hereingehört. Heraus kam ein großes „Hmpf“, eine Reaktion, die vor allem durch Zwiespalt geprägt ist. Denn einerseits mag ich das, was ich hier höre. Das ist (für mich) in großen Teilen leichte Kost, lässt meinen Kopf wippen und holt mich an diversen Stellen doch schon sehr ab. Zum Beispiel erneut der Diversität in den Songs und auch in den einzelnen Song-Passagen geschuldet. Jedoch kommt auch schnell ein großes Problem. Denn die einzelnen Aspekte sind mir nicht gut genug, um ein wirklich herausragendes Album zu Tage zu bringen. Die ruhigen Parts? Die sind super, Poppy kann hervorragend singen. Aber Künstlerinnen wie Halsey sind da für mich eindrücklicher. Die harten Parts? Ganz großartig, aber Spiritbox existieren, und auch wenn ich Tsunami Sea ziemlich öde fand, ist Courtney die Queen of Metalcore. Und das ganze Konstrukt? Nun, ich habe mit modernem Metalcore einfach das Problem, dass das mittlerweile nur noch ist wie so eine Klemmbaustein-Wühlkiste. Egal, was man baut, am Ende ist es immer eine Art Raumschiff und sieht aus, als hätte Han Solo mal gesagt, dass das ’ne Klapperkiste sei. Immer wieder sticht aus dem Genre so ein Album alle paar Jahre heraus. Das letzte war „Heavener“ von Invent Animate und das Teil ist mehr als abgefahren, da steckt so viel drin, was auch Poppy sein will, und im Kern klappt das auch, aber nicht mehr für mich, schade. Aber der Depeche Mode-Anstrich im Intro von „Crystallized“, der ist schon ziemlich gut.

 

Lieblingssong: „They‘re all around us“ weil der schon ganz ordentlich reinzimmert.

Vibe: Wenn das Teil 2014 herausgekommen wäre, hätte sich meine Architects-Phase in eine Poppy-Phase gewandelt. Weil das meinen Metalcore-Horizont gesprengt hätte, als wäre das eine Eisenbahnbrücke im Zweiten Weltkrieg.

Mit letzterem hab ich mir bestimmt wieder super viele Freund:innen gemacht, mit der Musik verhält es sich wie mit dem Gendern: Entweder du akzeptierst, dass Menschen das machen, oder dir sollte niemals wieder der Redeball gegeben werden. Nee, mal im Ernst, ich grabe hier nur und versuche, den Alben, die ich hier behandle, eine faire Zeit zuzugestehen, und manchmal klappt das besser und manchmal sind Alben einfach zu lang oder zu langweilig. Auch für diese Iteration meiner Kolumne habe ich Durchgänge von Alben wieder abgebrochen, weil ich einfach schon während der Hälfte eines Albums keine Lust mehr drauf hatte. Diese drei Alben haben es geschafft, Eindruck zu hinterlassen, und ich hatte damit genug Spaß, um ihnen einen ganzen Spaziergang zu widmen, durch die Sonne und mit Softeis. Wisst ihr eigentlich, dass Paramore und Softeis ja schon passen, aber Terror und Softeis ja eigentlich gar nicht? Wisst ihr, wem das egal ist? Genau, mir!

Bis bald

Bussi!

 

Dave Mante

Aufgewachsen zwischen Rosenstolz und den Beatles hört sich Dave mittlerweile durch die halbe Musikwelt, egal ob brettharter Hardcore, rotziger Deutschpunk, emotionaler Indie oder ungewöhnlicher Hip Hop, irgendwas findet sich immer in seinen Playlisten. Nebenbei studiert er Kunstgeschichte, schlägt sich die Nächte als Barkeeper um die Ohren oder verflucht Lightroom, wenn er das gerade fotografierte Konzert aufarbeitet.

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