Der Verlust eines Bandmitglieds ist beinahe immer ein Wendepunkt in der Geschichte einer Band, gerade, wenn er wie im Falle von Mastodon dann auch noch den vorzeitigen Tod dieses Bandmitglieds nach sich zieht. "Marrow Deep" ist in mehrfacher Hinsicht ein Vorstoß in unbekannte Gewässer für das Sludge-Metal-Quintett. Auf den Ausstieg von Brent Hinds gesellten sich zwei neue Musiker zum Gespann, die das Album unter anderem durch durchaus Prominente Synthesizer-Passagen bereichern. Stilistisch schlagen Mastodon einen geradlinigerern Kurs ein als auf früheren Veröffentlichungen, was zumindest einen Lebenshauch im Vergleich zum doch recht festgefahrenen "Hushed and Grim" darstellt. Die schwindelerregenden Höhen eines "Crack the Skye" oder "Remission" werden hier zwar nicht erreicht, aber ich hatte zumindest seit langem mal wieder Spaß mit einem Mastodon-Album